KURZBESCHREIBUNG / WELPENAUFZUCHT
Unsere Ziel sind neugierige, selbstsichere, offen auf Menschen und Artgenossen zugehende Welpen.
DAS WERFEN
Welpen nehmen bereits während der Trächtigkeit ihre Umgebung war. Auch ihr Immunsystem passt sich entsprechend an. Daher befindet sich die Welpenbox bereits einige Tage vor dem Werfen im Wohnbereich. Das ist bei uns der Bereich, in dem die Mutter mit den Welpen die ersten Tage verbringt. Dieser Bereich ist vom übrigen Wohnraum durch ein Welpengitter getrennt. So kann das Rudel am Geschehen teil nehmen, ohne die Welpenmutter zu stören. Sollte sie dennoch Unruhe zeigen, besteht die Möglichkeit, den Wohn- vom Küchenbereich durch eine mobile Wand blickdicht ab zu trennen. Wir lehnen es ab, die Mutter mit den Welpen in einem separaten, geschlossenen Raum zu geben, da sie dort nicht genug mitbekommen vom Geschehen um sie herum. Sie fühlen sich nicht mehr geborgen und abgeschoben. Welpen von Hündinnen die in entspannten Situationen leben wärend der Trächtigkeit und der Welpenaufzucht, können später auch entspannter mit kritischen Situationen umgehen und sind allgemein ausgeglichener.
Ab dem 58. Trächtigkeitstag messen wir die Temperatur der Hündin regelmäßig. So können wir feststellen wann sie in etwa wirft. Natürlich dauert es oft bis zu zwei Tage und Nächte, von den ersten Senkwehen bis zum Austreiben, bis der erste Welpe erscheint. In dieser Zeit, sowie drei Tage nach dem Werfen lassen wir die Hündin nicht allein, schlafen auch selbstverständlich neben ihrem Lager. Die Hündinnen trauen uns sehr, auch dem Rudel. Genießen sichtlich die Anwesenheit. Sie lassen zu das man die Welpen anfasst, wiegt und das Lager reinigt.
Der Tierarzt wird über den bevorstehenden Wurftermin informiert und ist auch Nachts rufbereit (Danke dafür Dr. Grün!). Auch wenn es glücklicherweise bei keinem der bisherigen 17 Würfe Komplikationen gab. Alle Hündinnen brachten ihre Welpen auf natürliche Weise zur Welt und waren in der Lage, sie selbständig zu versorgen. Die Tierarzt-Kontrolle der Welpen und Mutter nach dem Werfen ist für uns selbstverständlich.
DIE WURFBOX
Die Größe der Wurfbox ist wichtig. Die Welpenmutter muss sich darin bequem ausstecken können und die Welpen sollten selbständig zur Milchquelle gelangen, sowie zum kühleren Rand robben können.
Nein, eine Absperrung des Randes haben wir nicht. Unsere Welpenmütter waren immer sehr instinktsicher, achteten darauf nicht auf ihre Nachkommen zu treten oder zu legen. Nie hat sich eine Mutter mit ihrem vollen Gewicht auf die Welpen gelegt oder eingequetscht.
NEUROLOGISCHE STIMULATION
Seit dem O-Wurf wenden wir die sogenannte Neurologische Stimulation an. Es ist erwiesen, das diese Übungen die Welpen später befähigen alles gelassener an zu gehen, zu erleben. Die fünf Stimulationen erfolgen jeweils einmal täglich 3 – 5 Sekunden lang. Sie sind allerdings nur zwischen dem 5. bis 16. Lebenstag erfolgreich bzw. sinnvoll.
DIE ERSTEN TAGE
Der Boden der Wurfkiste ist mit einer Heizplatte versehen, die sich stufenweise regulieren lässt. So liegen die Welpen immer gleichmäßig warm und trocken.
Sobald die Kleinen etwas mobiler werden. erweitern wir den Radius. Aber nur so weit, das sie ihre Mutter noch selbständig erreichen können.
DER MENSCHLICHE KONTAKT
Von Anfang an achten wir darauf, das der Kontakt zum Menschen täglich gewährleistet ist. Dies prägt die Welpen nachhaltig. Daher sollte es nie negativ besetzt sein. Zunächst sind es wir als Züchterfamilie, dann nach und nach verschiedene Menschen unterschiedlichen Alters, die sich mit den Welpen beschäftigen.
VERSCHIEDENE UNTERGRÜNDE
Wir bemühen uns, durch die Bereitstellung verschiedenster Untergründe, die Fühl- und Gefühlswelt unserer Welpen interessant und abwechslungsreich zu gestalten. Weich, hart, kalt, warm, hart, kuschelig, wackelig … all das stimuliert die Welpen und gibt ihnen ein gutes Körpergefühl, stärkt den Gleichgewichtssinn.
Die Kleinen schlafen auch gerne erhöht und klettern schon bald auf alle möglichen Gegenstände hinauf.
DIE ERSTE MAHLZEIT
Beim Welpen liegen besondere Anforderungen an das Nährstoffangebot vor. Im Alter von 3 Wochen beginnen wir mit dem zufüttern. Zunächst sind dies Welpenmilch und -brei, dann erhalten sie schrittweise frisch zubereitete Mahlzeiten u.a. mit Gemüse, magerem Rind- oder Geflügelfleisch und Fisch (wegen der besonderen Stoffwechselsituation natürlich nicht roh, sondern kurz überkocht), als Hauptfutter Welpentrockenfutter eingeweicht oder trocken, sowie hin und wieder Quark- und Frischkäsegerichte. Auf diese Weise toleriert der Welpenmagen bis zur Abgabe schon vieles an Nahrungsmitteln.
Auch zu nagen bekommen die Welpen ausreichend, wie etwa getrockneter Ochsenschwanz, getrockneter Fisch und Sepiaschalen für den Kalkbedarf, allerdings keine rohen Knochen, da es sich um einen hoch potenter Kalziumträger handelt und wir geriebene Eierschalen und hauptsächlich Fertignahrung geben, in der schon altersentsprechend Kalzium enthalten ist.
ERSTER KONTAKT VON AUSSERHALB
Nach der 3. Lebenswoche kommen die ersten Gäste von außerhalb. Menschliche Besuche sind nun häufig und eine willkommene Abwechslung. Unter anderem sehen die zukünftigen Welpenbesitzer-Familien die Kleinen zum ersten Mal. Bis dahin wäre z.B. ein Schnupfen lebensbedrohlich gewesen, denn saugen und Luft holen durch die Nase, das können die Welpen nicht.
Die bis dahin schon gut auf den Menschen geprägten Welpen, nehmen die fremden Besucher gelassen hin, liegen vertrauensvoll in deren Armen und erobern die neuen Menschen auf Welpenart, indem sie diese mit ihren Zähnen „bearbeiten“.
Die Welpenmutter lässt auch Besuche der Rudelmitglieder zu. Ja sie teilt sogar die Erziehung und Ernährung oftmals mit den Anderen. Nun zeigen sich auch schon erste Charaktere der Welpen.
Mit jedem Tag werden die Kleinen mobiler und unternehmenslustiger. Auch Rag- und Geschlechtsunterschiede erkennt man im spielerischen Umgang der Welpen untereinander.
Sie interessieren sich immer mehr für das Leben außerhalb des Welpen-Kennels.
DIE WELPEN-TOILETTE
Dies bedeutet, dass ein neuer Umzug ansteht. Zu diesem Zeitpunkt können die Welpen ihre Ausscheidungen schon besser kontrollieren. Im größeren Kennel gehört daher auch eine Hunde-Toilette. Bei uns ist dies eine wasserfeste Kiste mit niedrigem Rand, ausgelegt mit Zeitungspapier. Erwischt man einen Welpen welcher seine Notdurft verrichtet noch rechtzeitig, setzt man ihn dort hinein. Mit der Zeit nutzen einige Welpen diese Kiste gezielter als Toilette. Der erste Schritt zur Sauberkeitserziehung ist somit getan.
Irgendwann brauchen die Welpen den Kennel nur noch zum schlafen, der sich nun im Zimmer neben dem Wohnbereich befindet. Am Kennel ist eine ebenerdige Türe angebracht um den Zugang zum restlichen Raum zu gewährleisten. Durch die große Schiebetüre gelangen die Welpen direkt ins Freie wo sie sich entleeren können.
Der Schlafkennel ist bewusst nicht zu groß gewählt denn der Samojede sollte sich ausruhen können und darin nicht auch noch herum toben. Samojeden wachsen sehr schnell und ungezügeltes Rennen wäre nicht gut für die Gelenke. Dementsprechend wird auch der Auslaufbereich je nach Altersstufe stufenweise erweitert. Im Wohnbereich dürfen sich die Welpen auch aufhalten, aber nur gezielt, damit wir sie beobachten können.
DER AUSSENBEREICH
Von überragender Wichtigkeit für Welpen sind grundlegende Dinge wie Licht, Luft, Sonne und Platz.
Verschiedene Bereiche im Garten und Rückzugmöglichkeiten, genügend Platz zum Ausweichen bei Konflikten zwichen den Welpen u. Althunden ermöglichen das Ausweichen und abwartende Beobachten. Dies hat direkte Konsequenzen auf das spätere Verhaltensrepertoir der Welpen.
Im Außenbereich gibt es ebenfalls verschiedene Untergründe (z.B. Wiese, Stein, Splitt, Naturboden, Gummimatten). Dies ist für die Ausbildung der Koordinationsfähigkeit wichtig. So lernen sie über unebenen Boden leicht zu laufen, ohne sich zu verletzen.
und Spielbereiche (z.B. Wassertümpel, Sandkasten, Holz, verschiedene Tunnel aus Stoff, Stein und Plastik, Stege, Wippe, Folien). Es gibt Schatten- und Sonnenplätze.

Im HOLZ
AUFWACHSEN IM HUNDERUDEL
Wie schon geschrieben beteiligen sich die Rudelmitglieder an der Welpenerziehung. Dabei achten wir darauf, dass die Großen nicht übertreiben und vor allem die Welpen bei den gemeinsamen Rennspielen nicht überrennen bzw. umrennen. Denn solche Erlebnisse trüben den sonst fröhlichen Umgang der Samojeden gegenüber anderen Artgenossen unnötig.
Besonders der jüngste Hund übernimmt immer die Hauptaufsicht und das spielen mit den Welpen, während der letzten Wochen im Hunderudel.
Wir sind davon überzeugt, …..da unsere erwachsenen Hunde im Hausrudel groß wurden und leben, da wir ein Wegsperren in Einzelrudel ablehnen, da sie uns als Rudelchefs anerkennen, ist der Umgang der Großen mit den Kleinen entsprechend positiv für Alle.
KONTAKT MIT KINDERN
Kinder sind immer willkommen, allerdings müssen sie sich an bestimmte Regeln, im Umgang mit den Welpen halten. Schlafende, sich zurückziehende und fressende Welpen werden grundsätzlich in Ruhe gelassen. Wenn sie die Welpen hochheben dann im sitzen. Wenn es sich einrichten lässt besuchen wir die Kinder im Kindergarten oder sie besuchen die Welpen bei uns.
Auch Schulkinder kommen gerne vorbei zum spielen. Immer ist dann eine erwachsene Person in deren Nähe die darauf achtet das die Kinder die Regeln einhalten. Denn grundsätzlich sind die Samojeden kinderlieb, aber schlechte Erfahrungen würden sie sich merken. Und das fände ich persönlich sehr schade. Samojeden sind sehr sensible Hunde die eine besondere Beziehung zu Kindern entwickeln können.

Wir versuchen die Welpen an das Autofahren zu gewöhnen. Ebenso an das Halsband und die Leine. So bedeutet es nicht so viel Stress für die Kleinen, wenn sie abgeholt werden.
Wenn möglich lernen die Welpen auf Ausflügen in der weiteren Umgebung andere Welpen, Tiere und Plätze außerhalb unserer Anlage kennen. Dabei ist uns auch bewusst das jegliche Bereicherung der Welpenumwelt in Maßen geschehen muss. Reizüberflutungen, die den Welpen überfordern sind äußerst gefährlich und können genau zum Gegenteil des gewünschten Erlebnisses führen.
Natürlich erst dann, wenn sie geimpft sind.
Individuelle Aufgaben fordern die Welpen zusätzlich.
Der Welpe muss möglichst stressfrei vielen Situationen ausgesetzt werden, mit denen er im späteren Leben konfrontiert wird.
Wer genau verfolgt hat, was uns wichtig ist in der Welpenaufzucht wird verstehen das es mit Zeit verbunden ist. Daher nimmt sich immer einer von uns extra Urlaub um die Welpen betreuen zu können, bzw. werden Arbeitszeiten stark verkürzt.
Die Welpen werden geimpft und erhalten mit 8 Wochen einen Gesundheitsscheck und einen Chip beim Tierarzt. Dann kommt ein(e) Zuchtwart(in) des DCNH zur Wurfabnahme in unser Haus. Hier werden die Welpen nochmals kontrolliert (hören, sehen, Verhalten, Hodenkontrolle usw.), die Aufzuchtsbedingungen und der Zustand der anderen Hunde begutachtet. Es wird ein Abnahmeprotokoll erstellt, welches die zukünftigen Besitzer dann in Kopie bei der Übergabe der Welpen erhalten.
Nach dem Impfen und der Wurfabnahme behalten wir die Welpen noch eine weitere Woche hier, denn hier fühlen sie sich geborgen, haben somit weniger Stress und wir kennen an ihrem Verhalten vielleicht eher, wenn ihnen etwas fehlt.
Also gehen die Welpen in der Regel im Alter von 9 – 10 Wochen in ihr neues Heim. Dann sind sie „reif“ genug das Rudel und uns zu verlassen und „jung“ genug, sich in das neue Rudel, die Neubesitzer-Familie zu integrieren.
Den zukünftigen Welpenbesitzern wünschen wir mit ihren Whiteliner Samojeden einen gesunden, glücklichen, erlebnisreichen und langen gemeinsamen Lebensweg!










































